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Jedes zweite Unternehmen will Demografie-Beratung

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Wuppertal (16.12.2011) Auf der Prioritätenliste deutscher Unternehmen rückt das Thema Gesundheit nach vorne. Das zeigen Ergebnisse des Barmer GEK Firmenkundenmonitors Gesundheit 2011, einer Online-Befragung unter 1600 Betrieben. Während im Jahr 2009 noch 42 Prozent der Firmenkunden Gesundheitsförderung für "sehr wichtig" hielten, sind es 2011 schon 64 Prozent.

Am auffälligsten ist die Hinwendung zum Thema "Demografischer Wandel". Im Jahr 2009 hatten lediglich 19 Prozent der befragten Unternehmen Interesse an weiteren Unterstützungsangeboten auf diesem Feld signalisiert. Zwei Jahre später sind es bereits 48 Prozent.

"Die demografische Herausforderung ist kein Exklusivthema für Großbetriebe und Stabsstellen", so Barmer GEK Vorstand Jürgen Rothmaier. Gerade in kleineren und mittleren Unternehmen sei ein Umdenken festzustellen. "Die alternde Gesellschaft wandelt sich vom abstrakten Zukunftsszenario zum personalpolitischen Alltag. Alternde Belegschaften, Fachkräftemangel, Nachfolgeprobleme und lange Fehlzeiten sind längst Realität."

Rothmaier: "Betriebliches Gesundheitsmanagement spielt eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung der demographischen Herausforderung." Deshalb profiliere sich die Barmer GEK bei den Arbeitgebern zusehends als Partner für strategisches Personalmanagement. "Unsere Beratung beinhaltet neben klassischen Angeboten der Gesundheitsförderung und Analysen von Arbeits-unfähigkeitsdaten zunehmend auch gezielte Demografie-Beratung oder Präventionsmaßnahmen gegen psychische Erkrankungen", so Rothmaier.
Hintergrund:

Krankenstand: Die Krankschreibungen nehmen wieder zu. Auffällig ist vor allem die immer prominentere Rolle der psychisch bedingten Fehlzeiten. Ihr Anteil liegt unter Barmer GEK versicherten Erwerbstätigen schon bei 16,5 Prozent (Platz 2 nach Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 22,6 Prozent). Dabei dauern psychische Erkrankungen mit durchschnittlich 41,8 Tagen Arbeits-unfähigkeit je Fall am längsten.

Falldauer: Im Jahr 2010 dauerten laut Barmer GEK Gesundheitsreport 3,9 Prozent der bundesweit erfassten Arbeitsunfähigkeitsfälle, also weniger als jede 25. Krankschreibung, länger als sechs Wochen. Diese Fälle machten allerdings 37,8 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage aus. Und ihr Anteil am Gesamtaufkommen nimmt kontinuierlich zu.

Lohnersatzzahlung: Beim Krankengeld verzeichnete die Gesetzliche Krankenversicherung in den vergangenen Jahren überdurchschnittliche Ausgabenzuwächse. 2009: 10,6 Prozent; 2010: 7,8 Prozent; 3. Quartal 2011.

Quelle: BARMER-GEK
 


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