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Versorgung in Familien mit mittel- und osteuropäischen Haushaltshilfen

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GKT massgeblich an Studie beteiligt

Köln, 24. April 2009. Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. hat die Ergebnisse der Studie „Situation und Bedarfe von Familien mit mittel- und osteuropäischen Haushaltshilfen (moH)“ in Berlin vorgestellt. Ziel der vom Deutschen Caritas Verband (DCV) in Auftrag gegebenen Studie war, einen umfassenden Einblick in die konkreten Unterstützungsbedarfe der Familien zu bekommen, die sich für eine häusliche rund-um-die-Uhr-Unterstützung entschieden haben.

Darüber hinaus wurden die Perspektiven und Einschätzungen weiterer Akteure (ambulanter Pflegedienste, Vermittlungsagenturen für moH sowie von Verbänden) mit in die Untersuchung einbezogen.

Dem wachsenden Bedarf an häuslicher Unterstützung und Pflege wurde in den letzten Jahren vermehrt auch durch Haushaltshilfen aus mittel- und osteuropäischen Ländern (moH) begegnet. Derzeit gehen Schätzungen von ca. 100.000 Haushaltshilfen in deutschen Familien aus. Unklare rechtliche Auslegungen sowie die Verbreitung von Schattenwirtschaft im häuslichen Bereich haben zur Verunsicherung aller Akteure beigetragen. Die Studie ist als ein Beitrag zur Versachlichung der Diskussion über die Situation in den Familien zu verstehen. 

Die typischen Nutzer einer moH sind pflegebedürftige Frauen über 80 Jahre, die allein leben. Drei von vier Personen benötigen eine vollständige Übernahme im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung. Nur jede fünfte Person kann sich ohne fremde Hilfe im eigenen Haushalt bewegen. Insgesamt liegt meist eine hohe Pflegebedürftigkeit vor, viele Lebensaktivitäten sind betroffen. In ca. 60% der Fälle werden in den Familien zusätzlich zu den Haushaltshilfen ambulante Pflegedienst beschäftigt. Die Haushalte nutzen die Verschränkung der Hilfeformen in Ergänzung. Fast 70% sehen hierin vollständig oder teilweise die einzige mögliche Alternative zur vollstationären Versorgung. „Eine gemeinsame Strategie der Versorgungssicherung von moH und ambulanten Diensten könnte zur längerfristigen Stabilisierung der häuslichen Pflegesituation beitragen“, so Dr. Michael Isfort, der Leiter der Studie. Die Studie liegt kostenlos auf den Internetseiten des dip und des DCV zum external_link_new_window Download bereit.

Das gemeinnützige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. finanziert sich überwiegend aus Projektmitteln und beschäftigt rund zwanzig Mitarbeiter/ innen. Zu den Auftraggebern und Kooperationspartnern gehören Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, Träger von Einrichtungen im Gesundheitswesen, Krankenkassen, Verbände, Kommunen, Hochschulen, wissenschaftliche Institute und weitere Einrichtungen. Zum Angebot des dip gehört das gesamte Spektrum der Forschung, Entwicklung, Evaluation, Beratung, wissenschaftlichen Begleitung und Gutachtenerstellung im Pflege- und Gesundheitswesen. Es ist ein Institut an der Katholischen Hochschule NRW (KatHO) in Köln und betreibt einen weiteren Standort an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) bei Koblenz.


Info

Die Studie wurde durch die Agentur GKT-SERWIS und den external_link_new_window BHSB durch Interviews und Mithilfe in der Familienbefragung tatkräftig unterstützt. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die sehr gute und anregende Kooperation.




Eingestellt von Werner Tigges, 24. April 2009

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