Hauptinhalt
Unerkannte Hüftgelenks-Verletzungen nach Sturz führen bei Senioren oft zu Hüftarthrose
Gefahrensituationen im Winter führen bei Senioren oft zu Stürzen auf das Hüftgelenk. Oberschenkelhalsfrakturen werden oft erst durch den spezialisierten Orthopäden eindeutig festgestellt. Auch Schäden an Knorpel, Bändern und Gelenkflächen des Hüftgelenks erfordern eine genaue Diagnose. Hüftarthrose und eine schwere Schädigung des Hüftgelenks können durch rechtzeitige Behandlung vom Orthopäden oft bereits im Frühstadium verhindert werden.
(Freiburg i. Br.) Klirrende Kälte und Schnee sorgen nicht nur für Spaß auf den Ski-und Snowboardpisten: An ältere Menschen stellt ein harter Winter ganz besondere Anforderungen. Durch Eis und überfrierende Nässe auf Straßen, rutschigen Hauseingängen und Treppen ergeben sich zahlreiche Gefahrensituationen. Sogar in der eigenen Wohnung verursacht an Schuhen eingebrachter Schnee plötzlich neue Gefahrenherde, die zu Stürzen führen können.
Bewegliche Senioren in einem guten Trainingszustand überstehen solche Stürze oft ohne Folgen. Die beste Vorbeugung gegen Sturzverletzungen am Hüftgelenk ist daher regelmäßige körperliche Bewegung und eine gut trainierte Hüftmuskulatur.
Treten nach einem Sturz aber Schmerzen im Hüftgelenk auf, ist eine Klärung durch den orthopädischen Spezialisten dringend geboten. Denn ein Oberschenkelhalsbruch muß nicht sofort zur Gehunfähigkeit führen. Oft erscheint das Bein noch belastbar, kann aber nicht mehr aktiv angehoben werden. Nach Bruch im Oberschenkelhals kann das Bein auch lediglich verdreht und leicht schmerzhaft erscheinen, weil die starken Bänder und Muskeln der Hüfte die Bruchstellen noch immer fest zusammenhalten.
Erst das Röntgen durch den spezialisierten Orthopäden kann Gewissheit schaffen. Die Behandlung durch den Orthopäden richtet sich im Einzelfall nach zahlreichen Umständen, die der Spezialist erwägen muß: der genaue Verlauf der Bruchstelle und der Gesamtzustand des Patienten, Gewicht, allgemeiner Trainingszustand, biologisches Alter und Grunderkrankungen, wie Osteoporose, spielen bei der Wahl der Behandlung eine große Rolle.
Der Orthopäde will die Bruchstelle rasch stabiliseren. Gerade dem älteren Patienten muß der Orthopäde lange Phasen völliger Unbeweglichkeit ersparen. Er weiß, daß Folgeerkrankungen, wie lebensbedrohliche Thrombosen, Harnwegsinfekte und Lungenetzündungen bleibende Fehlstellungen im Hüftgelenk für Senioren sehr gefährlich sind.
Doch nicht nur Brüche des Oberschenkelhalses haben oft drastische Folgen für das Leben der Betroffenen. Oft verharmlost werden Verletzungen der Weichteile, Knorpel, Bänder und der Gelenklippe an der betroffenen Hüfte.
Der Sturz auf das Hüftgelenk kann zu einem Einreißen oder einer Aufrauhung der Knorpel im Hüftgelenk führen. Die erhöhte Reibung im Gelenk kann zu gefährlichem Knorpelabbau und später zu Hüft-Arthrose führen. Die klassische Röntgendiagnostik kann solche Knorpel-Verletzungen nicht erfassen. Mit modernen Methoden der Hüftarthroskopie und Kernspintomographie kann der orthopädische Spezialist Verletzungen des Knorpels und der Gelenksflächen inzwischen gut erkennen.
Werden diese Verletzungen im Frühstadium nach dem Sturz behandelt, können chronische Krankheits-Verläufe bis hin zu schwerer Hüft-Arthrose (Coxarthrose) verhindert werden. Wird diese Verletzung nicht rechtzeitig behandelt, kann sich das Hüftgelenk stetig verschlechtern. Nach einem Sturz auf das Hüftgelenk kann der betroffene Patient Schmerzen zunächst nur unter Belastung oder in wiederkehrenden Episoden erleiden, bevor die Schmerzen später anfangen, den Alltag zu bestimmen.
Diese Schmerzepisoden werden von Betroffenen oft so lange verdrängt, bis sich das Hüftgelenk chronisch entzündet hat. Besucht der von Hüftschmerzen betroffene Patient den orthopädischen Spezialisten frühzeitig, wird eine Erkennung und relativ einfache Frühbehandlung dieser Sturzfolgen möglich.
Weitere Informationen zu orthopädischer Behandlung durch Dr. med. Thomas Schneider in Freiburg können Sie im Internet unter www.gelenk-doktor.de erhalten.
Info
Dr. Thomas Schneider ist als Orthopäde in der Gelenk-Klinik in Freiburg-Gundelfingen tätig. Dr. Thomas Schneider ist als Orthopäde spezialisiert auf die Behandlung erkrankter Gelenke. Als klassisch ausgebildeter Orthopäde nutzt er bewährte konservative Heilungverfahren, wie Chiropraxis, Massagen, Krankengymnastik und orthopädische Hilfsmittel. Zur Vorbeugung chronischer Gelenkveränderungen beherrscht Dr. Schneider moderne minimalinvasive arthroskopische Eingriffe. Sind schon fortgeschrittene schmerzhafte Schäden am Gelenk aufgetreten, kann Dr. Schneider mit modernen Prothesen und Teilprothesen helfen.
Quelle:
Eingestellt von Werner Tigges, 13. Januar 2010