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Thrombosevorbeugung ohne Spritze
(djd/pt). Nach operativem Hüft- oder Kniegelenkersatz ist eine konsequent durchgeführte Thrombosevorbeugung wichtig.
In Deutschland gehört daher die Thromboembolie-Prophylaxe im Anschluss an Risikoeingriffe zum medizinischen Standard. Bislang kamen hierzu die bekannten Bauchspritzen mit gerinnungshemmendem Heparin zum Einsatz. Mittlerweile haben Patienten in vielen Kliniken die Wahl, denn nun stehen nach Knie- und Hüftgelenkersatz vergleichbare Wirkstoffe zur Verfügung, die in Kapselform eingenommen werden können.
"Landkarten auf dem Bauch"
Damit die Thrombosevorbeugung effektiv ist, sollte sie je nach Operation über mehrere Wochen durchgeführt werden. Oft müssen sich Patienten die Injektionen mit dem gerinnungshemmenden Wirkstoff Heparin nach der Entlassung aus der Klinik selbst setzen oder täglich Angehörige, Freunde oder den Hausarzt darum bitten. Der "Pieks" in die Bauchdecke fällt jedoch vielen Betroffenen schwer. Er erfordert Überwindung und nicht zuletzt Übung. Denn schlecht gesetzte Spritzen können schmerzen und zu Blutergüssen führen, die bildlich oft mit "Landkarten auf dem Bauch" verglichen werden. Immer wieder brechen Patienten die Vorbeugung mit Spritzen ohne Wissen des behandelnden Arztes ab. Gerinnungshemmende Medikamente zum Schlucken sind weit unkomplizierter als die Spritze und für viele Patienten eine große Erleichterung.
Information kann schützen
Viele der Patienten, die die im Krankenhaus begonnene Behandlung wegen der unangenehmen Spritzen abbrechen, sind sich des hohen Risikos, das sie dabei eingehen, gar nicht bewusst. Aufklärung tut hier Not. Informationen rund um das Thema Knie- und Hüftgelenkersatz und Thrombosevorbeugung finden Interessierte unter anderem auf den Internetseiten www.neues-kniegelenk.de und www.neues-hueftgelenk.de von Boehringer Ingelheim. Dort kann auch eine thematisch passende Broschüre angefordert werden.
Quelle:
DJD
Eingestellt von Werner Tigges, 14. Oktober 2008