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Ohne Gerechtigkeit keine Gesundheit
14. Kongress Armut und Gesundheit setzt auf mehr Chancengleichheit
Berlin. In welchem Zusammenhang stehen die Lebensverhältnisse zur Gesundheit der Menschen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des bundesweiten 14. Kongresses Armut und Gesundheit im Berliner Rathaus Schöneberg. Mehr als 1.700 Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik und Praxis tauschen sich noch bis Samstag über bewährte und innovative Wege der Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsförderung aus. Organisiert wird der Kongress von Gesundheit Berlin.
"Soziale Ungerechtigkeit tötet Menschen in großem Maßstab". Mit dieser eindringlichen Botschaft wendet sich die Weltgesundheitsorganisation WHO in ihrem aktuellen Bericht „Soziale Determinanten von Gesundheit“ an die Öffentlichkeit. Der Leiter der gleichnamigen Kommission, Prof. Dr. Michael Marmot, stellt auf Einladung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) den Bericht und Empfehlungen für die Politik auf dem 14. Kongress Armut und Gesundheit vor. Einkommen, Arbeit, Bildung und Teilhabe sind entscheidende Einflussfaktoren, um gesund aufwachsen und leben zu können, so die WHO.
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Erfolgreiche Vermittlung Behinderter
Paderborn. Im Jahr 1992 wurde von den Vereinten Nationen der 3. Dezember zum "Internationalen Tag behinderter Menschen" ausgerufen. Dieser Tag wird seitdem weltweit genutzt, um auf das Ziel der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft besonders hinzuweisen.
Behinderte so gut wie möglich zu fördern und ihnen Chancen auf Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, ist auch der Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (ARGE) im Kreis Paderborn ein wichtiges Anliegen. So wurden in diesem Jahr schon 75 Kunden durch das Vermittlungsteam für Schwerbehinderte und Rehabilitanden in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vermittelt. Gleichzeitig wurden in diesem Jahr sechs Integrationsmaßnahmen durchgeführt, die aus Mitteln des Landes NRW und des Europäischen Sozialfonds sowie der ARGE Paderborn und Agentur für Arbeit gefördert wurden. Im Rückblick haben sich die Maßnahmen als überaus erfolgreich erwiesen. Bereits 23 Teilnehmer aus diesem Programm wurden schon vermittelt und 12 stehen kurz vor der Aufnahme einer Tätigkeit in einem Unternehmen.
Nachzahlung bei befristeten Renten möglichNachzahlung bei befristeten Renten möglich
Sozialverband VdK rät einen Überprüfungsantrag zu stellen
Bezieher einer befristeten Rente können unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Rentennachzahlung haben. Auch deren künftige Rentenzahlungen können sich erhöhen.
Eine Chance auf Nachzahlung haben all diejenigen, die bis 30.4.2007 eine befristete Rente wegen Erwerbsminderung bezogen haben, die mindestens einmal verlängert wurde, auch wenn diese inzwischen als Dauerrente oder als umgewandelte Altersrente unbefristet gezahlt wird. Darauf wies der Sozialverband VdK Deutschland heute in Berlin hin.
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Platz- und Behandlungsbedarf in Kinder- und Jugendpsychiatrie wächst
LWL-Appell an Bundesgesundheitsministerin: KHRG-Entwurf nachbessern
Hamm (lwl). Bei den auf Bundes- und Länderebene laufenden Beratungen des Krankenhausfinanzierungsreform-
gesetzes (KHRG) müssen für den Bereich der psychiatrischen Krankenhäuser die Finanzierungsinstrumente zur Personalausstattung "dringend nachgebessert werden".
Das haben Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mit LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch an der Spitze von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt gefordert. Schmidt informierte sich am Mittwoch (19.11.08) bei einem Kurzbesuch in der LWL-Klinik Hamm unter anderem über die Situation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Bei dem KHRG-Regierungsentwurf sehe auch der LWL als größter Anbieter psychiatrischer Versorgungsleistungen in Westfalen-Lippe ebenso wie andere Träger und Fachverbände die Gefahr einer sinkenden Behandlungsqualität. So dürfe nach dem Entwurf etwa ein Arztgespräch nur noch 54 Minuten dauern. Psychiatriespezifische Angebote wie die Ergotherapie oder die Angehörigenberatung würden nicht mehr oder nur noch stark eingeschränkt gemacht werden können, monierten die LWL-Vertreter, unter ihnen George Zeich und Bärbel Bredenbach, Vorsitzender bzw. Vize-Vorsitzende des LWL-Gesundheits- und Krankenhausausschusses.