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LWL-Direktor: 'Anzahl Pflegebedürftiger steigt bis 2030 drastisch'
Fachkräfte in der Pflege werden weniger - Vier LWL-Akademien bilden aus
Münster/Marsberg (lwl). Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland wird sich in den kommenden zehn Jahren von derzeit etwa 2,2 Millionen auf 2,9 Millionen erhöhen. Im Jahre 2030 werden schätzungsweise 3,4 Millionen überwiegend alte Menschen pflegebedürftig sein. Diesen Aspekt des demografischen Wandels hat Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), am Freitag (11.6.10) im sauerländischen Marsberg in Erinnerung gerufen.
Wirbelbruch- ein Fall für viele
Im letzten Jahr des WHO „Jahrzehnts der Knochen und Gelenke“ fordert die neue Initiative „Jetzt gerade! Auf den Wirbel kommt es an“ einen veränderten gesellschaftlichen Umgang mit der Volkskrankheit Wirbelkörperbruch. Bei der Startpressekonferenz in Frankfurt am Main stellte Initiator BfO (Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose) das Memorandum mit Zielen und Forderungen sowie die Internetseite und Aktivitäten der Initiative vor.
Neuste Erkenntnisse zur Vorbeugung und Behandlung präsentierte Professor Leonard Bastian vom Klinikum Leverkusen, und Botschafterin Dr. Antje-Katrin Kühnemann rückte die demographische Dimension von Wirbelkörperbrüchen in den Blick.
Frankfurt. Der Aufklärung über die verkannte Volkskrankheit Wirbelkörperbruch wird sich die neue Initiative „Jetzt gerade! Auf den Wirbel kommt es an“ widmen, die sich in Frankfurt am Main zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorstellte. Gründer der Initiative ist der Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose (BfO). „Wirbelkörperbüche sind die häufigste Folge der Osteoporose, an der in Deutschland mehr als 7,8 Millionen Menschen über 50 Jahren leiden“, erklärt Birgit Eichner, Präsidentin des BfO. Dieser Zusammenhang sei zu wenig bekannt. Außerdem würden Wirbelbrüche in den meisten Fällen nicht erkannt und mit gewöhnlichen Rückenschmerzen verwechselt und falsch behandelt. Das könne zu chronischen Schmerzen, Beweglichkeits- und Selbständigkeitsverlust und vorzeitiger Pflegebedürftigkeit führen. „Ein großer und durch die demographische Entwicklung stetig wachsender Teil unserer Gesellschaft ist betroffen oder gefährdet. Deswegen wollen wir mit weiteren Verbänden und Akteuren ein breites gesellschaftliches Bündnis schließen, das die große Gruppe der Menschen im Risiko-Alter über die Gefahren des Wirbelbruchs aufklärt und darüber informiert, wie man wirkungsvoll vorbeugt und gegebenenfalls behandelt“, so die Präsidentin des BfO.
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Tierische Therapeuten
Tiere sind Türöffner zur Seele eines Menschen
Tiere bringen wieder Glanz in die matten Augen rein. Denn besonders verschlossen wirkende Demenzkranke leben im Beisein der Vierbeiner wieder auf. Sie beteiligen sich an Gesprächen erinnern sich besser, wirken wach und lachen öfter.
Auch Ärzte, Ergotherapeuten, Psychologen und Physiotherapeuten machen gute Erfahrungen mit den Vierbeinern. Unter der achtsamen Leitung des Therapeuten können die geschulten Vierbeiner ihre Heilkraft dem Patienten gegenüber am Besten einsetzen. So helfen „Servicehunde“ Blinden über die Straße, melden Gehörlosen das Klingeln an der Haustür und warnen Epileptiker vor einem Anfall. Diabetikerwarnhunde schlagen an, wenn Herrchen oder Frauchen eine gefährliche Unterzuckerung droht.
Tiere fördern die Konzentration und die Motivation von Schlaganfall- oder Parkinson-Kranken und lassen Depressive wieder aufleben.
38.000 Betriebe beschäftigen keine schwerbehinderten Menschen
Anlässlich des Europaweiten Protesttags für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai hat die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher die Verbesserung der Beschäftigungssituation von schwerbehinderten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gefordert. "Es ist ein Skandal, wenn rund 38.000 der 135.500 beschäftigungspflichtigen Betriebe in Deutschland keinen einzigen Schwerbehinderten beschäftigen", kritisierte Mascher. Die Politik dürfe hier nicht länger tatenlos zusehen. Menschen mit Behinderung seien leistungsfähige und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Ich fordere die Arbeitgeberverbände auf, ihre Betriebe besser über die Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung zu informieren, auch über staatliche Eingliederungszuschüsse", erklärte Mascher.
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